Pastoralbesuch in Georgien und Russland im September 2008

Vom 3. bis 7. September 2008 besuchte eine ÖRK-Delegation Russland und die Kaukasusregion, die vom Krieg um Südossetien im August 2008 betroffen war.

Die ÖRK-Delegation in einem Wohngebiet in Gori (Georgien), das während des Krieges um Südossetien im August 2008 teilweise zerstört wurde. Im Vordergrund Pfarrer László Lehel, Direktor des Ökumenischen Hilfswerks Ungarn.

Vier der 2000 Menschen in einem Lager für vertriebene Georgier in Gori.

Die Familie stammt aus Karaleti, einem Dorf innerhalb der Pufferzone, die das russische Militär rund um Südossetien eingerichtet hat. Priester der örtlichen georgischen orthodoxen Diözese betreuen die Menschen im Lager.

Die neue georgische orthodoxe Kathedrale nimmt einen markanten Platz in der Hauptstadt Tiflis ein.

David Sharashenidze (rechts) und Konstantin Rogava haben an kirchlichen Hilfsmissionen in der Pufferzone während des Krieges und danach im August 2008 teilgenommen.

Die Kirche leistete mit Unterstützung von internationalen orthodoxen Hilfswerken Hilfe im Kriegsgebiet und kümmerte sich um liegengebliebene Leichen von Soldaten und Zivilisten.

Sozar Subari ist der georgische Ombudsman.

Das Büro wurde auf Grundlage der Verfassung geschaffen, um die Menschenrechte zu schützen und Probleme auf diesem Gebiet zu untersuchen. Es schafft ein Forum, in dem zivilgesellschaftliche Gruppen und Kirchen, die nicht offiziell anerkannt sind, Gehör finden können.

Sirana Otinashvili, 83, ist eine der Vertriebenen, die in einer Blindenschule in Tiflis untergekommen ist. Sie floh mit fünf ihrer Kinder und mit vielen Enkelkindern aus Kemerti, einem Dorf nördlich von Zchinwali, das jetzt zum großen Teil zerstört is

"Unsere Häuser wurden abgebrannt und unser Vieh gestohlen", erzählte sie der ÖRK-Delegation. "Wir hatten so gute Häuser und so gute Weinberge. Ich will dahin zurück." Da die Schule demnächst wieder öffnet, wissen sie und die anderen 147 dort lebenden Flüchtlinge nicht, wo sie hinsollen.

Zwei Vertreter der südossetischen Regierung zeigen Pfarrerin Elenora Giddings Ivory vom ÖRK das zerstörte Parlamentsgebäude in Zchinwali.

Fast einen Monat nach Ende des Krieges brennt dieses Feuer in einem Haus an der wichtigsten Autobahn Südossetiens. Über ein Dutzend Dörfer im Norden der Hauptstadt Zchinwali wurden durch Plünderer, Zerstörung und Brandstiftung dem Erdboden gleichgema

Schätzungen zufolge flohen 26.000 Menschen während und nach dem Konflikt aus Südossetien nach Georgien.

Alle Bilder © ÖRK/Jonathan Frerichs
Auf Anfrage auch in hoher Auflösung erhältlich.

To top