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Religionsoberhäupter auf der ganzen Welt zeigen sich besorgt über Menschenrechte in Simbabwe

Religionsoberhäupter auf der ganzen Welt zeigen sich besorgt über Menschenrechte in Simbabwe

Foto: Chris Black/ÖRK.

18. August 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 20. August 2020

Der Ökumenische Rat der Kirchen, der Lutherische Weltbund, die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und der Weltrat methodistischer Kirchen sandten den Kirchen und Menschen von Simbabwe einen Brief, in dem sie ihre Solidarität mit der Nation bei seiner schwierigen Suche nach Menschenrechten und Gerechtigkeit ausdrückten.

„Die COVID-19-Pandemie hat die wirtschaftlichen Herausforderungen verschärft und das bereits schwache öffentliche Gesundheitswesen und das anfällige Bildungssystem ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen“, heißt es in dem Brief. „Der anhaltende Streik der Ärztinnen und Ärzte hat dazu geführt, dass Millionen Simbabwerinnen und Simbabwer - darunter auch Kinder und schwangere Frauen - keinen Zugang zur notwendigen medizinischen Versorgung haben.“

Im Brief wird festgestellt, dass das Scheitern beim Schutz der Menschenrechte in einem Versagen der Regierungsstrukturen liegt.

„Wir verurteilen die zunehmende Machtausübung, den steigenden Gewalteinsatz und die vermehrte Einschüchterung von Menschen, die gegen dieses Versagen protestieren und die sich vor allem gegen Personen richtet, von denen geglaubt wird, dass sie die derzeitige Regierung ablehnen“, heißt es in dem Brief. „Vor allem die Misshandlung politischer Aktivistinnen und Aktivisten und anderer Verfechter der Menschenrechte bereitet uns große Sorgen.“

Der Brief verurteilt den sexuellen Missbrauch und die Gewalt gegen Aktivistinnen sowie die Inhaftierung von Journalistinnen und Journalisten sowie politischer Oppositionsführer.

„Wir glauben, dass der Gott des Lebens uns aufgerufen hat, uns für Gerechtigkeit für die Unterdrückten einzusetzen“, heißt es im Text. „Wir sichern euch unsere Solidarität zu, indem wir eure Rufe nach Gerechtigkeit, Menschenwürde und Schutz der Menschenrechte aufnehmen.“

Die Organisationen versicherten, auch weiterhin gemeinsam dafür einzutreten. „Schwestern und Brüder, wir beteuern, dass die weltweite christliche Familie ihre Gebete für euch fortsetzen wird“, heißt es abschließend in dem Brief. „Haltet unerschütterlich an unserem gemeinsamen Glauben fest, der uns in christlicher Einigkeit aneinanderbindet und uns antreibt, nach Gerechtigkeit zu streben und uns für den Frieden einzusetzen.“

Lesen Sie den ganzen Brief

ÖRK Mitgliedskirchen in Simbabwe